Erklärung
Eine biometrische Prüfung, etwa der Abgleich eines Gesichts mit einem Ausweisfoto, ist allein nicht ausreichend, wenn Angreifer ein Foto oder Video vorhalten oder ein künstlich erzeugtes Bild einspielen. Liveness Detection soll das erschweren. Verfahren reichen von der Aufforderung zu bestimmten Bewegungen („aktiv“) über die Analyse von Lichtreflexen, Tiefe und Hauttextur („passiv“) bis zu Prüfungen auf technische Spuren einer Einspeisung des Videosignals.
Kein Verfahren ist unüberwindbar. Mit besseren Fälschungen müssen auch die Verfahren weiterentwickelt werden. Wichtig ist daher, das Ergebnis als einen von mehreren Bausteinen zu verstehen, die zusammen ein Risiko bewerten, und nicht als Garantie.
Typisches Beispiel (schematisch)
Bei einer Online-Kontoeröffnung wird die Person gebeten, den Kopf zu drehen und eine zufällige Zahl vorzulesen. Das Verfahren prüft, ob Bewegung, Stimme und Gesicht zusammenpassen und die Kamera tatsächlich eine Live-Aufnahme liefert.
Bedeutung für Forensik und Ermittlungen
Bei Verdacht auf eine manipulierte Identifizierung sind die Rohdaten der Aufnahme, Geräteinformationen und Protokolle des Prüfdienstes wichtig. Ob diese vorliegen und wie lange sie gespeichert werden, ist je nach Anbieter verschieden.
Erkennung und Prävention
Der Schutz beruht auf mehreren Schichten: aktuelle Prüfverfahren, Geräte- und Verhaltensanalyse sowie menschliche Prüfung bei Auffälligkeiten.
Auch gesucht als Lebenderkennung, Liveness-Prüfung, Liveness Check, Lebendigkeitserkennung, Liveness-Erkennung, Präsentationsangriffserkennung